Test: Wir schauen uns gemeinsam den Intex Akku-Poolroboter ZX500R | 28624 genauer an.
Intex Akku-Poolroboter ZX500R: Der neue Stern am Himmel?
Während elektrische Poolroboter mit Akku seit vielen Jahren immer beliebter werden, so stand Intex stets an der Seitenlinie. Unserer Info nach hat Intex nicht untätig zugesehen, sondern dieses Modell über Jahre entwickelt, statt (schnell) etwas auf den Markt zu werfen. Schauen wir uns zuerst die grundlegenden Eigenschaften an: Dieser Bodensauger kann Poolböden, Poolwände, als auch die Wasserlinie reinigen. Das ist für diese Preisklasse ein Novum.

Der Intex Akku-Poolroboter ZX500R kommt mit zwei „Reifen“ daher: Je nach Szenario solltet ihr auf Schaumstoff (links) oder klassische Raupen aus Gummi setzen (rechts).
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Im Folgenden Herstellerangaben, als auch – wo notwendig – unsere eigenen Einschätzungen:
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Geschwindigkeit | ungefähr 8-10 Meter pro Minute |
| Akku-Kapazität | 7.500 mAh |
| Pumpenleistung | 11.355 l/h |
| Stromverbrauch | 46W (Kommentar: angesichts der Pumpleistung vergleichsweise effizient) |
| Ladezeit | ca. 3h für volles Aufladen (im Test bestätigt) |
| maximale Laufzeit | ca. 2h (im Test bestätigt) |
| max. Poolgröße | 176m² (Intex) | 30m² Grundfläche (Poolpanda-Empfehlung) |
| max. Tauchtiefe | 2 Meter |
| reinigt | Poolboden, Wände, Wasserlinie |
| auch für Salzwasser? | ja – bis max. 5 Promille |
| Bodenbelag | Vinyl, Fliesen, GFK, |
| Abdeckung für Ladepins | ja (Kommentar: sehr nützlich, um Schäden zu vermeiden) |
| Arbeitsbedingungen | freies Chlor: max 4 ppm / pH 7,0-7,4 / Wassertemperatur: 10-35°C |
| Lieferumfang | Intex Akku-Poolroboter ZX500R, Haken zum Herausholen aus dem Wasser, Ladegerät, Bedienungsanleitung, Raupen-und Schaumstoffaufsätze für Räder |

Übers Rad kommt ihr an den Filter heran. Da das Rad den Filter fixiert, muss es einiges an Kraft aufwenden. Das heißt im Umkehrschluss, dass ihr selbst ein bisschen Kraft aufwenden müsst, um es zu öffnen, bzw. zu schließen.
Herstellerangaben und Realität
In unserem Test konnten wir einige Herstellerangaben bestätigen: Die Ladezeit, als auch die Nutzungszeit treffen ziemlich genau die Herstellerangabe. Der Intex Akku-Poolroboter ZX500R arbeitet tatsächlich ein klein wenig mehr als 2 Stunden am Stück. Das ist schon ein sehr guter Wert.

Im Gegensatz zu den bisherigen Reinigern von Intex schaut der ZX500R viel erwachsener und wuchtiger aus.
Wo Intex Angabe und unsere praktische Einschätzung massiv auseinanderdriften, das ist die maximale Poolgröße: 176m² sind aus unserer Sicht völlig utopisch. Solch riesige Pools sollte man mit sensorgesteuerten Geräten, die mit intelligenten Fahrplänen aufwarten, bearbeiten, aber nicht mit diesem Intex-Gerät. Bitte zieht noch keine voreiligen Schlüsse! Denn für Pools bis 30m² Grundfläche kann dieser Roboter nichtsdestotrotz eine gute oder sogar sehr gute Wahl sein. Drei Hauptfaktoren sorgen dafür, dass unsere Empfehlung weit weg von den offiziellen 176m² liegt:
1) Die Navigation
Um unser Urteil zu verstehen, müssen wir uns vor allem ansehen, wie der Intex Akku-Poolroboter ZX500R navigiert. Prinzipiell geschieht die Navigation nach dem chaotischen Prinzip, wird aber mittels Gyroskop um erzwungene Lenkbewegungen ergänzt. Ebenfalls definiert ihr beim Start durch Tastendruck, ob ein runder, oder rechteckiger Pool gesäubert werden soll. Dadurch wird das chaotische Prinzip deutlich optimiert.

Mit der Power-Taste steuert Ihr auch die Einstellung, welche den Intex Poolroboter auf ein rechteckiges oder rundes Becken hin optimiert.
2) Boden, Wand und Wasserlinie
Intex hat sich entschieden, dass dieser Roboter nicht nur den Poolboden, sondern auch die Wände und die Wasserlinie reinigen soll. Dies bedeutet, dass dieser Roboter naturgemäß länger für die Reinigung der Grundfläche benötigt, als ein für die alleinige Bodenreinigung optimiertes Gerät.

Beachtet, dass der ZX 500R nur dann komplett nach oben kommt, wenn die Wände frei von Algen sind und wenn der Schmutzbehälter nicht allzu voll ist.
3) Intex Akku-Poolroboter ZX500R: Die Bürsten
Dieses Gerät hat an der Vorder-und Rückseite je eine bewegliche Bürste. Diese drehen vergleichsweise schnell. Das ist an den Wänden und vor allem an der Wasserlinie sehr gut und wünschenswert. Am Poolboden wird aber durchaus hie und da Schmutz aufgewirbelt, statt eingesaugt. Das verringert die Reinigungseffizienz pro Zeiteinheit. Wünschenswert wäre, wenn der Intex Poolroboter ZX500R beim Fahren am Boden die Drehgeschwindigkeit der Bürsten merklich reduzieren würde. Hier sollte Intex nachbessern. Denn am Ende bedeutet dies, dass dieser Robotersauger manche Stellen mehrfach abfahren muss, bis wirklich alles weg ist.

Die Bürsten (vorne und hinten) rotieren für unseren Geschmack am Poolboden deutlich zu schnell. Hier gut zu sehen: Der Sauger liegt nicht besonders nahe am Boden. Dadurch kann die volle Nennleistung nicht so gut durchschlagen, wie bei Geräten, die näher am Poolboden liegen. Bei schwereren Partikeln wie Sandkörnern merkt man dies.
Zwischenfazit maximale Poolgröße
=> Die soeben drei beschriebenen Faktoren sorgen dafür, dass der Roboter einfach Zeit für den Reinigungsvorgang braucht. Wenn er die Zeit nicht bekommt, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er zu viel Schmutz übrig lassen würde. Bis 30m² Grundfläche ist es allerdings sehr wahrscheinlich, dass der Intex Poolroboter ZX500R einen signifikanten Teil des im Pool befindlichen Schmutzes aufsaugt.
Wann Raupenräder, wann Schaumstoffräder?
Wenn Eure Poolwände guten Grip bieten, dann verwendet bitte die Raupenräder. Diese haben den Vorteil, dass der Saugpunkt möglichst niedrig liegt, was die relative Saugleistung optimiert. Bei wenig Grip an der Poolwand sind die Schaumstoffräder Pflicht. Andererseits: Sind Euch die Poolböden sehr wichtig, dann könnt Ihr mit den Raupenrädern dafür sorgen, dass der Intex ZX500R Poolroboter nicht zu viel Zeit an den Wänden verbringt.
Schafft es der ZX 500 R nicht, die Wand ganz hochzukommen? Dann leert und reinigt den Filter. Gerne mittels Gartenschlauch. Spritzt im selben Atemzug auch das innere des Gehäuses mit reichlich Wasser ab, um etwaigen Schmutz auch dort zu entfernen.
Ein weiterer Grund, dass der Intex Robotersauger nicht die Wand komplett hochkommt, kann Algenbefall sein. Achtung: Geringer Algenbefall ist optisch nicht erkennbar, aber die Wände bieten bereits dann schon kaum mehr Grip. Taucht also Eure Hand ins Wasser und tastet die Poolwände ab. Wenn die Poolwände glitschig sind, dann heißt es erst einmal die Algen mechanisch zu lockern und idealerweise zu entfernen. Hierfür müsst Ihr gegebenenfalls mit reichlich Kraft mehrfach jede Stelle mit einer Poolbürste bearbeiten. Wichtig: Nur einmal ohne reichlich Druck zu bürsten wird vermutlich nicht ausreichen!

Jede Stelle mehrfach bürsten und das auch noch mit Druck? Kann anstrengend sein und kostet Zeit. Aber ansonsten hat der Intex ZX500R Poolroboter im Falle eines Algenbefalls keine Chance, die Wände komplett hochzukommen.
Tuning mit Filterbällen?
Leider haben wir nirgends eine Angabe finden können, wie fein der Filter dieses Gerätes ist. Wir würden diesen auf grob 50-100 Mykrometer schätzen. Das reicht natürlich für so gut wie alles aus, was man mit dem Auge erkennen kann.
Doch manchmal sammelt sich sehr feiner Schmutz an: Staub, Pollen, Algen. In solch einem Fall ist es eine tolle Lösung, wenn man Filterbälle in einen Poolroboter gibt, um die Filterfeinheit auf nur noch 2 Mykrometer zu verbessern. Der Intex ZX500R Poolroboter verfügt über zwei schmale Filterkammern – die sich nach oben hin ausweiten. Würde man dort Filterbälle hineingeben, so würde man die Einsaugventile behindern. Kurz: Bei Belastung mit Feinstpartikeln muss in solch einem Fall die Filterpumpe die Arbeit übernehmen, weil es diesem Gerät mit Filterball-Tuning nicht möglich ist.
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Test: Was uns auffällt
Die Reinigung gelingt im groben ganz gut. Die hohe Saugleistung kommt aber wegen des hohen Saugpunktes nicht voll zu Geltung. Da die vorderen und hinteren Bürsten Schmutz ab und an aufwirbeln, kann es sein, dass manche Stellen mehrfach abgefahren werden müssen. Was uns gefallen hätte wäre ein „Bodenmodus“. Oftmals sind die Poolwände gar nicht verschmutzt, sondern nur der Poolboden. Das ist dann etwas schade, wenn der Intex ZX500R Poolroboter gefühlt 40-50% der Zeit mit der Wandreinigung beschäftigt ist.

Von weitem wirkt das Reinigungsergebnis definitiv ziemlich gut. Perfektionisten werden mit manuellen Saugern oder deutlich teureren Robotern (eineinhalbfacher bis zweifacher Preis) aber Vorlieb nehmen wollen, denn aus der Nähe erkennt man definitiv Schmutzreste.
Bitte beachtet, dass der Roboter je nach Winkel und Richtung beim Herausnehmen aus dem Poolwasser wieder einiges an Schmutz in den Pool zurückfließen lassen kann.

Wir haben den Intex ZX 500 R Poolroboter über Kopf aus dem Pool genommen. So konnten wir vermeiden, dass Schmutz wieder in das Poolwasser zurückgelangt.
Hier seht Ihr zwei Testläufe in stark beschleunigtem Zeitraffer:
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Für die meisten Poolroboter sind die Ecken von rechteckigen Frame-Pools eine starke, zumeist nicht zu überwältigende Herausforderung. Das gilt auch für den ZX500 R. An den Ecken bleibt merklich Schmutz zurück. Tipp: Ihr könnt die Ecken präventiv mit einer Poolbürste reinigen und den ZX500 R den Rest erledigen lassen.
Fazit: Intex Akku-Poolroboter ZX500R
Die Saugleistung und die Laufzeit, als auch die Akkukapazität wirken auf den ersten Blick für diese Preisklasse völlig überwältigend. Auf dem Papier ist der Intex ZX500R anderen Poolrobotern, die merklich teurer sind, überlegen. In der Praxis ist dies nicht völlig der Fall. Warum dieser Roboter dennoch ein guter Kauf sein kann? Weil uns selbst im Preisbereich bis 500€ kein kabelloser Poolroboter einfallen würde, der es besser machen würde.

Beispiel Aiper Scuba S1: Insbesondere bei Rundpools ist er dem Intex ZX500R klar unterlegen. Auch fährt er trotz seiner Raupen nicht so zuverlässig die Wände hoch, wie es das Gerät von Intex tut. Dabei ist der Aiper im Regelfall 150-250€ teurer.
Kurz: Im Preisbereich unter 500€ gibt es unseres Wissens (Stand 2026) keinen Poolroboter, der Wände, Wasserlinie und Poolboden bearbeitet und das derart gut macht, dass wir vollends überzeugt wären. Der Intex ZX500R ist nicht schlecht. Erwartet keine Perfektion und ihr werdet vorraussichtlich zufrieden sein. Perfektionisten setzen auf spezialisierte Bodenroboter wie den Wybot A1 oder orientieren sich preislich erheblich weiter nach oben.
-
- sehr günstig in der Anschaffung
- Saugergebnisse sind ok, wenn Becken unter 30m² und Wände genügend Grip bieten
- relativ kurze Ladezeit (2-3 Stunden)
- kabellos bedeutet sehr wenig Aufwand im Vergleich zu kabelbetriebenen Geräten
- kann Hindernisse wie Falten am Boden sehr gut überwinden
- Bürsten sind beim Poolboden zu schnell und begünstigen Aufwirbelungen von Schmutz
- Saugpunkt sollte niedriger sein, dann käme die hohe Saugstärke besser zur Geltung
- ein Feinfilter wäre toll; Tuning mit Filterballs konstruktionsbedingt nicht ratsam
- man hat von der sehr langen Laufzeit (gemessen knapp über zwei Stunden) nicht viel, weil der Intex ZX500R Poolroboter aufgrund von Aufwirbelungen manche Stellen mehrfach abfahren muss
- Beim Herausnehmen aus dem Wasser müsst ihr aufpassen, sonst fließt einiges an Schmutz zurück in den Pool. Unser Tipp: Kopfüber aus dem Wasser herausnehmen.
- Schon bei vergleichsweise wenig Schmutz im Schmutzbehälter kommt der Intex ZX500R Poolroboter die Poolwände nicht mehr ganz hoch.
Alternativen:
Euch reicht die Reinigung des Poolbodens aus? Dann schaut Euch unbedingt den Wybot A1 an – dieser erhielt von uns die Höchstwertung!
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Mehr Informationen| Antrieb | Akku |
| Arbeitsmodus | automatisch |
| Anschlüsse | 32 mm Standard, 38 mm Standard, 38 mm Gewinde |
