In diesem Beitrag besprechen wir den Akku Poolroboter A1 von von Wybot, welcher auf die Bodenreinigung eines Pools spezialisiert ist.
Wybot A1 Akku-Poolroboter: Wichtige Eigenschaften und Besonderheiten
Dieser kabellose Poolroboter erhält seine Energie aus einem 2.600 mAh großen Akku. Da der Antrieb augenscheinlich sehr effizient ist, reicht dieser in unserem Test für etwas mehr als 2 Stunden Laufzeit aus. Das ist alle Ehren wert! Verbaut sind zwei Motoren: An Rändern arbeiten beide gleichzeitig und bei Fortbewegung wird stets einer genutzt. Die herstellerseitige Saugleistungsangabe mit ca. 8,1m³/h ist absolut glaubwürdig. Trotz der vergleichsweise schnellen Fortbewegung wird sehr gut abgesaugt. Trotz nur 33 Watt wird eine in diesem Preissegment sehr gute Saugleistung erreiht, was sehr erfreulich ist.
Wichtig ist zu beachten, dass dieses Gerät nur den Poolboden saugt. Es reinigt nicht die Wände oder gar die Wasserlinie. Im Gegensatz zu absoluten Einsteigergeräten sind Saugleistung und und Filterung dank eines zusätzlich beiliegenbden Feinfilters merklich verbessert.
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Der A1 Roboter kann geöffnet werden. Dann kommt man zum Feinfilter (oben in weiß) und auch zum Gorbfilter (links unten).
Zur Einordnung: Die Saugleistung eines Reingungsroboters hängt nicht alleinig von der Pumpleistung ab, sondern auch davon, wie nahe die Saugöffnung am Poolboden ist. Deswegen sind Angaben wie 8,1m³/h zwar nett zu wissen, aber je nach Abstand zum Poolboden ist die Wirksamkeit eben unterschiedlich. Da dieses Gerät im Vergleich zu einigen anderen Modellen sehr nahe am Poolboden liegt, kommen die 8,1m³/h in der Praxis auch tatsächlich sehr gut zur Geltung.

Dies ist ein Doppelfilter. Ein 180 my Filter für gröberen Schmutz und ein Schaumstofffilter für feinen Schmutz.
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Saugstärke | 8,1 m³ pro Stunde |
| Geschwindigkeit | ca. 15 Meter pro Minute |
| Leistung | 33 Watt |
| Anzahl der Motoren | 2 – bei Bewegung abwechselnd – am Rand beide gleichzeitig aktiv |
| Navigation | Gyroskop; etwas geordneter als rein chaotisch |
| Akku | ca. 2.600 mAh – bis 120 Minuten Laufzeit (im Test sogar etwas länger) |
| Ladezeit | 120-150 Minuten (im Test bestätigt) |
| empfohlene Poolgröße | ca. 3-80m² (Herstellerangabe) / ca. 3-30m² (Poolpanda Empfehlung) |
| Filter | 180 my Grobfilter + Baumwoll-Schaumstofffilter für feine Filtration |
| reinigt | Boden |
| Modi | Normal + verschiedene zeitliche Automatiken |
| Pool-Formen | rechteck, frei, Nierenform, rund |
| Hindernisse | bis 1,5°Gefälle; mehr als 1-1,5 cm darf es nicht sein |
| geeignet für | Swimmingpools mit Poolfolien-Innenwand (Bsp: Nahezu alle Stahlwandpools, Frame Pools, teils Holzpools), Betonpools, Fiberglas-, Vinyl und Fliesenpools |

Im Lieferumfang des Wybot A1 Akku Poolroboters befinden sich ein Greifhaken (passt auf normale 3 cm Teleskopstangen), ein Netzteil und der Roboter selbst nebst Anleitung
Wegführung, Stromversorgung und Stromverbrauch
Die Bewegung geschieht nicht komplett chaotisch und zufallsbasiert, sondern wird mittels Gyroskop etwas optimiert. Das ist gut, aber natürlich sind teurere Geräte mit Sensor und Wegberechnung hier deutlich überlegen. Wenn die Batterie zur Neige geht, dann fährt der Poolroboter automatisch an den Beckenrand. Das hat bei uns halbwegs gut funktioniert. Damit meinen wir, dass der Roboter nicht – wie beispielsweise der Intex ZX500R Poolroboter es macht – sehr nahe an die Poolwand fährt. Ist nicht schlimm, aber besser ginge es.

Kompakt und unserer Meinung nach sehr gut: Der Wybot A1 Poolroboter .
Das Aufladen braucht ca. 150 Minuten, was vollkommen ok geht. Die Laufzeit liegt mit etwas über 120 Minuten leicht über der Werksangabe. Diese Laufzeit aus überschaubaren 2.600 mAh zu holen ist definitiv ein Beweis für die Effizienz der beiden Motoren, denn man merkt es nicht, dass diese so wenig Strom verbrauchen. Die Saugleistung fühlt sich eher nach 60-70 Watt an. Kurz: Die Komponenten sind sehr gut aufeinander abgestimmt und im Vergleich zu absoluten Einstiegsgeräten merkt man den Mehrwert, den man bekommt sehr deutlich.

Auf den ersten Blick verwirrend: Die Lade-LEDs und die danbenen stehende scheinbar auf dem Kopf liegend ebeschriftung. Die Lösung: Von vorne – wie hier zu sehen – liest man den Ladestand ab. Wenn man wiederum Zeitzyklen einstellt, dann dienen die LEDs beim Einstellen der Zyklen (und das macht man eben von der anderen Richtung) als Indikator, welcher der Zyklen eingestellt ist.
Es können verschiedene Zyklen eingestellt werden. Man muss den Wybot A1 Akku Poolroboter also nicht nach jedem Einsatz aus dem Pool nehmen.
Tuning mit Filterbällen notwendig?
Standardmäßig hat dieses Modell einen 180 Mykrometer-Filter vorliegen – das ist schon eher als grober Filter zu betrachten. Dank zusätzlichem Feinfilter aus Baumwoll-Schaumstoff ist das klassische Filterballtuning, das man mit vielen anderen Robotern durchführt, hier nicht notwendig. Nur in schweren Fällen könnte sich der zusätzliche Einsatz von Filterbällen lohnen. Wybot macht keine Angabe zur Feinheit des Feinfilters, aber wir würden schätzen, dass Filterbälle noch einmal eine bis drei Größenordnungen feiner filtrieren können.

Man könnte, wie oben gezeigt, Filterbälle einsetzen. Dank des Feinfilters ist das aber nicht unbedingt notwendig.
Wichtig: Wenn Euer Pool sehr stark verschmutzt ist, dann lasst den A1 erst einmal eine grobe Reinigung machen. Ggf solltet Ihr sogar auf den beiliegenden Feinfilter im ersten Arbeitsgang verzichten. Im zweiten Arbeitsgang könnt ihr nach Bedarf zusätzlich zum Feinfilter auch Filterbälle anwenden.
Saugleistung des Wybot A1 Akku Poolroboter
8,1m³ / h sind für die Preisklasse angemessen. Man bekommt also deutlich mehr Saugkraft, als bei den um 50-100€ günstigeren Geräten.

Mit ca. 15 Meter die Minute im Vergleich zu einigen anderen Poolrobotern eher schnell unterwegs. Die Saugleistung ist der hohen Geschwindigkeit deifnitiv angemessen. Absolute Einstiegsgeräte mit gleicher Geschwindigkeit – aber mit weniger Saugstärke – wirbeln im Vergleich deutlich mehr Schmutz auf, da der relative Sog nicht so gut ist. Beim A1 ist dieser ungewollte Effekt nur sehr gering. Top!
Teurere Geräte, die höhere Saugleistung mit geringerer Geschwindigkeit und sensorisch gestützter Wegführung kombinieren, erreichen natürlich nochmals bessere Gesamtergebnisse. Allerdings reden wir hier von ganz anderen Preisregionen. Die auf dem Papier überlegenen Geräte von Intex und auch der Poolroboter Aiper Scuba S1 konnten bei der Reinigungsleistung trotz eines höheren Preises und trotz nominal besserer Saugleistung nicht mithalten.
Preis und Leistung sind beim Wybot A1 Akku Poolroboter also mehr als fair gesetzt. Dafür beide Daumen hoch!
Handlichkeit
Natürlich ist der Wybot A1 Akku Poolroboter etwas schwerer als kabelgebundene Geräte. Zwei Motoren und Akku fordern ihren Tribut – doch 3,5kg Trockengewicht sind letztenendes immer noch sehr gut handlebar.
Der Filter kann kann mittels Schließmechanismus erreicht werden. Der Schließmechanismus ist im Vergleich zu den Vorgängergeräten wesentlich besser gelöst und fordert nicht mehr den sehr großen Kraftaufwand, sondern geht sogar ziemlich leicht von der Hand. Das ist sehr löblich. Ebenfalls ein großer Fortschritt ist, dass beim Heruasnehmen zumeist gar kein Schmutz mehr oder manchmal nur minimal Schmutz wieder in den Pool zurückfließt. Das hat Wybot ebenfalls sehr gut gelöst.

Der beiliegende Haken ist sehr nützlich und passt auf normale 3 cm Teleskopstangen.
Poolwände und Poolränder
Einige Poolroboter haben bei Rundpools massive Probleme die Ränder sauber zu bekommen. Bie unserem Rundpool fährt der Wybot A1 Akku Poolroboter ganz nahe an die Wan – tatsächlich ist er intelligent genug, um zu merken, ob er an einer Wand steht oder nicht! Wenn er nun an der Poolwand steht, dann nutzt er kurzzeitig beide Motoren zum Saugen. Dies hilft dabei, dass die Ränder bei Rundpools ebenfalls sehr sauber werden. Sehr gut!

Hier zu sehen: Das Gerät detektiert die Poolwand – justiert dann möglichst nahe heran und saugt kurzzeitig mit beiden Motoren. Und ja, das merkt man beim Endergebnis sehr deutlich und zwar sehr positiv.

Hier haben wir einen Aufstellpool mit ca. 305 cm Durchmesser und einer Gurndfläche von grob 7,3m². Nur 20 Minuten später ist dieses Becken nahezu komplett gereinigt.

Unser rechteckiger Test-Pool mit ansteigender Wand und viel Schmutz am Boden.
Und wie schlägt sich unser Testgerät bei einem rechteckigen Aufstellpool mit an den Seiten ansteigendem Poolboden, welcher nahtlos in die Poolwände übergeht? Tatsächlich ähnlich gut: Wir haben den Wybot A1 Poolroboter verwendet und ihn sofort beim Bestway 549 x 274 x 132 cm APX Frame Pool eingesetzt – ohne diesen aufzuladen. Wir wollten im selben Atemzug herausfinden, wie lange der Akku hält und ob er die grob 14,5m³ Grundfläche zusätzlich noch sauber bekommt.

Abermals wurden grob etwas mehr als 90% abgesaugt. Mit einer vollen Ladung sollte man oftmals 95-98% erreichen können.
Das müsst Ihr beim Wybot A1 Akku Poolroboter A1 beachten
Für eine gute Nutzung ohne Enttäuschungen oder zur Vermeidung von Problemen solltet Ihr unsere Hinweise beachten.
Chaotische Navigation und realistisches Reinigungsergebnis
Auch wenn dieses Gerät ein Gyroskop hat und Poolwände erkennt, so ist die grundsätzliche Navigation chaotisch und quasi zufallsbasiert. Es gibt daher keine Garantie, dass jede Stelle im Pool mindestens einmal abgefahren wird. Deswegen solltet Ihr keine 100%ig-perfekte Reinigung erwarten. Wir würden so ansetzen: Wenn mehr als 90% der Verunreinigungen weg sind, dann kann man unserer Mienung anch von einem Erfolg sprechen. Je kleiner der Pool, desto wahrscheinlicher werden 90% oder mehr des im Pool befindlichen Schmutzes entfernt. Wir sehen bis ca. 30m² eine besonders hohe Chance, dass gute bis sehr gute Ergebnisse standardmäßig zu erwarten sind.

Habt eine realistische Erwartungshaltung. Dieses Gerät macht seine Arbeit in Relation zu Einstiegsgeräten sehr gut. Zaubern kann es aber nicht.
Wenn die Schmutzkammer zu voll wird…
In unserem Test haben wir – was auf den Bildern teils nicht so gut zu erkennen ist – sehr viel und teils auch schweren Schmutz verwendet. Habt Ihr einen Pool, dessen Boden zu den Wänden hin immer steiler wird, dann kann es passieren, dass der Roboter aufgrund einseitigen Gewichts oder aufgrund verstopfer Einlässe stecken bleiben kann. Dieser Effekt trat bei uns allerdings nur bei sehr viel Schmutz oder sehr schwerem Schmutz auf und bei Alltagsbelastungen haben wir keine Probleme festgestellt.

Schaut unspektakulär aus – aber hier wurde ca. ein Kilogramm Material aufgesaugt. Das wirkt sich dann doch aus. Allerdings ist solch eine große Masse nicht alltäglich.
Warum Ihr den pH-Wert beachten solltet…
Nicht nur Desinfektionsmittel und auch Eure Gesundheit profitieren von gut eingestellten pH Werten im Poolwasser. Auch der Wybot A1 Akku Poolroboter sollte hinsichtlich des pH-Wertes zwischen 7,0-7,4 betrieben werden. Zu niedrige pH-Werte würden korrosiv auf ihn wirken und zu hohe pH-Werte können zu Kalkablagerungen führen. Beides kann die Lebenszeit des Gerätes verkürzen und/oder Komponenten beschädigen und/oder das Reinigungsergebnis negativ beeinflussen. Ein gut eingestellter pH-Wert ist also sehr empfehlenswert.
Tiefenentladungen gibt gibt es auch bei Lithium Ionen Akkus
Die Poolsaison ist vorbei und nun legt Ihr das Gerät zum Überwintern beispielsweise in eine Abstellkammer. Doch aufgepasst! Ca. zwei bis spätestens drei Monate nahc dem letzten Einsatz MÜSST ihr den Roboter wieder aufladen. Akkus tendieren dazu sehr langsam Energie abzugeben. Das gilt auch für den hier verbauten Lithium Ionen Akku. Vermeidet Schäden und Probleme, indem Ihr diesen wichtigen Punkt unbedignt beachtet.

Wird der A1 nicht genutzt, dann ist ein Aufladen spätestens nach 2-3 Monaten absolute Pflicht!
Der Poolboden muss halbwegs passen!
Euer Poolboden sollte nicht allzu schräg sein. Ein Gefälle von 1-2° mag noch ok gehen. Auch ohne Gefälle sollten Falten nicht zu hoch werden. 1-2 cm sollten nicht überschritten werden. Die schlechteste Kombination ist es, wenn Gefälle herrscht, Falten am Boden sind und sich sehr viel Schmutz im Roboter befindet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Roboter dann stecken bleibt steigt in solch einem Fall exponentiell an.
Fazit: Wybot A1 Akku Poolroboter
Wenn es Euch ausreicht, dass dieser Pool Roboter nur den Boden saugt, dann ist der Wybot A1 Poolroboter eine interessante Wahl und bekommt unsererseits eine klare Empfehlung. Er kostet zwar mehr als die absoluten Einsteigergeräte, bietet für das Mehr an Geld aber auch ein Mehr an Saugleistung und eine sehr gute Filtration dank des zusätzlichen Feinfilters. Auch ist es positiv hervorzuheben, dass Ihr mit diesem Gerät auch mittelgroße Pools reinigen könnt, da Saugleistung und Laufzeit hierfür hinreichend sind. Wir empfehlen den Einsatz für Pools bis 30m³ Grundfläche. Darüber hinaus kann es sein, dass die 120 Minuten einfach nicht reichen.

Wir sind sehr zufrieden!
Im folgenden noch die Vor-und Nachteile im Überblick:
-
- mit ca. 8,1 m³ / h bei gleichzeitig niedrigem Saugpunkt sehr gute Saugleistung
- fährt bei niedrigem Batteriestand automatisch an den Beckenrand
- Preis und Leistung sind in sehr fairem Verhältnis
- grob-und Feinfilter
- automatisierte Poolreinigung bringt eine deutliche Zeitersparnis
- sehr gute Reinigungsergebnisse auch an den Rändern
- kann beim Reinigungsergebnis deutlich teurere Geräte überbieten
- Verschlussmechanismus geht sprichwörtlich leicht von der Hand
- beim Herausnehmen gerät kaum, bzw bei guter Haltung kar kein Schmutz zurück ins Poolwasser.
- Reinigt nicht die Wände oder die Wasserlinie.
- Die Navigation per Gyroskop ist zwar besser als reine chaotische Navigation, aber sie ist sensorgetriebener Navigation stark unterlegen. Andererseits kann man in dieser Preisklasse nicht mehr erwarten.
Alternativen:
| Antrieb | Akku |
| Arbeitsmodus | automatisch |
| Anschlüsse | 32 mm Standard, 38 mm Standard, 38 mm Gewinde |
