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Steinbach Wärmepumpe heatUP 650, 6,5 kW, Ø 50 bzw 38 mm

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In diesem Beitrag soll es um die Steinbach Wärmepumpe heatUP 650 gehen.

 

Steinbach Wärmepumpe heatUP 650: Kompatibilität und Anschluss

Aus der Steinbach Pool Professional Serie gibt es seit Ende 2021 ganz neu die heatUp Serie. Diese grenzt sich zur günstigeren Waterpower Serie durch teils etwas höhere Effizienz und moderneres Design ab. Das Modell heatUP 650 liegt leistungsmäßig zwischen der Steinbach Wärmepumpe Waterpower 5000 und der Steinbach Waterpower 8500. Diese Poolheizung eignet sich für alle Pools mit 38 mm Standard und 50 mm Anschlüssen. Bei 50mm kann man entweder Flexi-Schläuche oder eine Verrohrung anbringen. Habt Ihr beispielsweise einen großen Intex oder Bestway Pool, so stellt bitte sicher, dass Ihr 38 mm Standard-Schläuche einsetzen könnt. Die Mindestdurchlaufgeschwindigkeit beträgt 4m³ / Stunde. Der Wärmetauscher muss nach der Pumpe angeschlossen werden, damit Schmutzwasser die Poolheizung möglichst nicht verstopft.

 

Das kann die Steinbach Wärmepumpe heatUP 650

Diese Poolheizung ist für all diejenigen interessant, die wetterunabhängig ihren Pool heizen wollen ohne die Stromrechnung in völlig irre Sphären steigen zu lassen. Insbesondere die Tatsache, dass die Strompreise bereits schon sehr hoch sind und weiter dazu tendieren zu steigen, macht diesen Wärmetauscher attraktiv. Aber wie funktioniert das? Ein Wärmetauscher funktioniert wie ein Kühlschrank – bloß umgekehrt. Es wird also ein Zielobjekt nicht gekühlt, sondern geheizt. Anstatt, dass der Umgebungsluft Wärme hinzugefügt wird, wird sie dieser entnommen, um damit einen Wasserkreislauf zu heizen. Dadurch ist es möglich mit einer Stromaufnahme von 1.100 Watt eine Heizleistung von ca. 6.500 Watt zu erreichen. Wir empfehlen einen Einsatz bis zu einem Poolvolumen von maximal 30.000 Liter. Wenn Euer Pool größer ist, dann solltet Ihr nach stärkeren Anlagen schauen. In unserer Übersicht findet Ihr einige interessante Modelle. Selbstverständlich gilt: Je größer der Pool, desto langsamer die Erwärmung.

 

Hohe Anschaffungskosten und dennoch Geld gespart?

1.100 zu 6.500 Watt? Man spart sich im Vergleich zu einer rein elektrischen Heizung also pro Stunde 5,4 Kilowattstunden! Zumindest, wenn die Herstellerangaben voll zutreffen und wenn die Temperatur bei 20°C aufwärts liegt. Je nach Umgebungsbedingungen ist das Verhältnis mal besser, mal schlechter. Machen wir ein paar Annahmen und rechnen das Ganze mal durch. Wir unterstellen einen Einsatz bei nicht idealen Bedingungen (deutlich weniger als 20°C Durchschnittstemperatur). Wir schätzen dann denn Wärmeoutput auf „nur“ noch mehr 5.700 Watt. Bei einem Strompreis von 30 Cent wären das im Vergleich zu einer rein elektrischen Heizung dennoch beeindruckende 1,62 Euro Ersparnis pro Stunde. Gehen wir mal von täglich 24 Stunden Laufzeit aus. Zusätzlich setzen wir 60 Nutzungstage (zum Ausgleichen von kalten oder nur lauwarmer Tage) an, was nicht besonders viel wäre. Beim Anschaffungspreis setzen wir 1.400€ an – zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages war das der Preis (mal gibt es das Gerät günstiger, mal muss man mehr bezahlen!) Man hätte also bei dieser begrenzten Nutzung die Anschaffungskosten bereits drin und zusätzlich 932€ gespart.

 

Ist die Leistung ausreichend, zu viel oder zu niedrig?

Von den Steinbach Pool Professional bzw. heatUp Modellen ist die heatUP 650 das schwächste Modell und man kann es unserer Meinung nach bis maximal 30m³ Volumen einsetzen. Sollte man das auch so tun? Kommt drauf an. Bei über 22m³ dauert das Heizen in dieser Konstellation durchaus seine Zeit und Geduld ist angesagt. Wenn man eben diese Geduld hat, dann geht das in Ordnung. Ihr merkt: Schon deutlich unserer Maximalempfehlung kann es echt dauern. Über 30m³ sind zwar Heizergebnisse machbar und realistisch, aber bei vielen Nutzern könnte sich die Heizdauer als zu lange erweisen. Wer also bei großen Pools über 22m³ in überschaubarer Zeit deutliche Unterschiede erreichen will, der muss definitiv eine , oder zwei Leistungsstufen nach oben gehen. Natürlich werden Anschaffung und Unterhalt noch einmal erheblich teurer.

Ein interessantes Modell wäre die Midas/well2wellnes Wärmepumpe. Kann man aufgrund des hohen Effizienzgrades (Invertertechnologie) an eine normale Steckdose anschließen, bringt aber unter guten Bedingungen dennoch gewaltige 18,6kW. Preis und Unterhalt sind dafür deutlich höher:

 

Und wenn Euer Pool eher 12-15m³ und kleiner ist? Dann wird die Steinbach Wärmepumpe heatUP 650 in überschaubarer Zeit deutliche Unterschiede schaffen – sie wäre dann überdimensioniert. Aber viele Leute mögen es genau so. Ist wie mit Autos: Keiner braucht 300PS in einem Mittelklassewagen und dennoch gibt es solche Autos an jeder Ecke. Es bereitet vielen einfach Freude. Und falls Ihr nicht „übermotorisiert“ unterwegs sein wollt, dann wäre bis ca 25m³ Volumen das kleinere Schwestermodell Steinbach Waterpower 5000 eine günstigere, aber dennoch starke Alternative:

 

Hinweise zur Elektrik

Nun zum elektrischen Anschluss: Wenn Ihr wenig bis keine Ahnung habt, dann lasst Euch von einem Elektriker beraten oder diesen den Anschluss durchführen. Stellt auf jeden Fall zweifelsfrei fest, dass ein FI Schalter vorhanden ist und dass dieser auch funktioniert!  An Schuko-Steckdosen kann man theoretisch maximal 3680 Watt anzapfen. Achtet also darauf, dass Ihr diesen Wert nie übersteigt.  Wenn die Summe Eurer Geräte nahe an diesem Wert dran ist oder diesen gar übersteigt, dann müsst Ihr diese Geräte an zwei oder noch mehr einzeln abgesicherten Steckdosen verteilen. Insbesondere bei älterer oder billiger Elektrik ist solch ein Vorgehen dringend angeraten. Nebenbei: Steinbach empfiehlt eine einzeln abgesicherte Schuko nur für die heatUP 650 zu reservieren. Unserer Meinung nach sollte man sich zumindest dauerhaft deutlich unter 3.000 Watt bewegen, wenn man eine gute Elektrik hat. Bei schlechter Elektrik macht die Empfehlung von Steinbach aber durchaus Sinn.

 

Was darf man von einer Poolheizung erwarten?

Zuerst sollte man eines ganz klar verstehen: Wasser speichert sehr viel Energie. Und zwar enorm viel. Das heißt umgekehrt: Wasser lässt sich nur mit viel Energieaufwand erhitzen. Wirklich schwierig wird es natürlich, wenn wir gleichzeitig von gigantischen Mengen Wasser reden. 10.000, 20.000 oder 35.000 Liter? Das sind völlig verrückte Mengen. Zum Vergleich: 20.000 Liter entsprechen einem leichten Panzer, 35.000 Liter einem stark beladenen übergroßen Lastwagen. Als wäre das nicht schon herausfordernd genug, kommt ein dritter Faktor hinzu: Wärme verflüchtigt sich nach und nach – sie strahlt ab. Während man also mit beispielsweise 6.500 Watt den Pool heizt, strahlen bei ungünstigen Bedingungen gleichzeitig mehrere hundert oder mehrere Tausend Watt ab. Wir empfehlen zum tieferen und weiteren Verständnis und zur Lösung von etwaigen Problemen unseren Beitrag „Meine Wärmepumpe heizt nicht„. Es lohnt sich! Vor allem Anfänger können sich mit unserem Beitrag einiges an Frust sparen.

 

Steinbach Wärmepumpe heatUP 650 = Luxus?

Wenn Ihr unsere Ausführungen verfolgt habt, dann werdet Ihr es schon ahnen: Man hat es mit gigantischen Mengen eines Stoffes zu tun, welcher sehr schwer zu erhitzen ist und dummerweise über Nacht oder bei ungünstigen Wetter Wärme abgibt. Selbst bei mittleren Pools gilt daher: Ihr müsst sehr große Mengen an Laufzeit investieren. Das Heizen eines Pools ist energietechnisch eine Mammutaufgabe. Ein paar Stunden Betrieb sind gerade bei mittelgroßen oder großen, ungedämmten Pools ohne Solarfolie fast nichts! Zu oft haben wir leider mitbekommen, dass viele Leute komplett ahnungslos und naiv und im schlimmsten Falle ineffizient an das Thema ran gehen. Eine Enttäuschung ist dann quasi sicher. Nochmals: Wer keine oder wenig Ahnung von diesem Thema hat, sollte unbedingt als wichtige Grundlage diesen Hilfebeitrag lesen: „Meine Wärmepumpe heizt nicht“ Und ja, das Beheizen eines Pools ist Luxus!

 

Solarfolie = Pflicht?

Die Nutzung einer Poolheizung ist insbesondere dann nicht besonders effizient, wenn die Nächte lange und kalt sind. Je kälter und länger, desto schlimmer. Vor allen während der Nachtphasen strahlen erhebliche Mengen an Wärme ab. Mit einer Solarfolie kann man diese Wärmeverluste deutlich absenken und damit die Effizienz der Poolheizung deutlich erhöhen. Je dunkler und dicker die Solarfolien, um so leichter wird man es haben den Pool möglichst warm zu bekommen. Sollten die Umgebungsbedingungen sehr schlecht sein (Beispiel: Wetterumschwung mit Temperatursturz, Wind und Regen), dann kann eine Solarfolie zumindest dabei mithelfen, dass der Pool weniger abkühlt, als er es ohne diese tun würde. Hier findet Ihr eine Übersicht über einige erhältliche Solarfolien – sowohl verschiedener Hersteller, als auch verschiedener Formen und Größen. Wir gehen davon aus, dass dieses Gerät sehr lange und sehr oft laufen wird. Möglichst dunkle Solarfolien mit 400my Dicke sind hier aus Effizienzgründen eigentlich Pflicht. Weitere Dämmungsmaßnahmen sind selbstverständlich begrüßenswert. Insbesondere bei Aufstellpools sind Schaumstoffmatten für die Entkoppelung von der Bodenkälte noch einmal eine gute Idee.

 

Fazit: Steinbach Wärmepumpe heatUP 650

Diese Wärmepumpe muss mit einer realistischen Erwartungshaltung bei gleichzeitigen Einsatz einer Solarfolie eingesetzt werden.  Dann wird man seine Freude haben. Wer sich bewusst ist, dass das Heizen eines Pools extrem schwierig und ein teurer Luxus ist, der kann es sehr gerne probieren. Eine Solarfolie zur Wärmedämmung ist absolute Pflicht! Ökonomisch und ökologisch ist der Einsatz dieser Wärmepumpe nur dann sinnvoll, wenn man sie lange nutzt und sie möglichst viele Betriebsstunden leistet.

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