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Meine elektrische Poolheizung heizt nicht

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Kenne Deine Sicherungen

Wie oft haben wir diesen Satz gehört. Und tatsächlich: Manchmal sind die Dinger einfach kaputt. Sollte Eure Sicherung nicht total veraltet sein, dann sollte die Poolheizung Eure Sicherung nicht auslösen. Ist Eure Sicherung ziemlich schwach, dann hat die Poolheizung keine Chance. Gerade, weil viele elektrische Poolheizungen einen sehr hohen Anlaufstrom haben! Ihr habt ein Gerät mit grob 3.000 Watt gekauft und es ist auch Eure Verantwortung, dass die Sicherung das hinbekommt. Wenn Ihr Technik aus den 1960ern oder davor habt oder Billigtechnik aus den 70ern, dann muss die Poolheizung nicht zwangsweise kaputt sein. Testet Sie bitte zuerst bei einem Bekannten oder Verwandten mit halbwegs moderner Sicherung, bevor Ihr Eure Poolheizung abschreibt.

Ebenfalls wichtig: Die Poolheizung sollte einen eigenen Stromkreislauf bekommen. Schließt man diese zusammen mit einer besonders starken Sandfilteranlage an, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Sicherung herausfliegt, besonders hoch.

Schließe Vergesslichkeit aus

Fliegt die Sicherung nicht raus? Gut! Dann wäre der nächste Schritt zu überprüfen, ob Eure Gartensteckdose überhaupt Strom liefert. Manche Zeitgenossen vergessen leider die Steckdose zu aktivieren, an welcher die Poolheizung angeschlossen werden soll. Habt Ihr das überprüft? Dann kann es weiter gehen: Da die meisten Stromheizungen ärgerlicherweise kein Kontrolllicht haben empfiehlt sich ein Strommeßgerät probeweise vor die Heizung zu schalten. Ein Strommeßgerät ist allgemein eine sinnvolle Anschaffung um teuren Storm zu sparen. Habt Ihr keins, dann findet Ihr hier ein tolles Gerät, welches wir selbst nutzen.

Zeigt das Strommeßgerät 0 Watt an, obwohl sonst alles passt und die Sicherung drin ist, dann ist das Gerät vermutlich tatsächlich defekt. Nehmt am Besten Kontakt mit Eurem Händler oder Hersteller auf.

Übrigens: Markt man mit der Hand beim Wassereinlauf keinen Unterschied, so muss dies nichts heißen. Im Gegenteil: Das Wasser fließt im Regelfall so schnell durch, dass es sich gar nicht derart erhitzen kann, dass man es mit der Hand spürt. Solch ein Effekt ist erst ab grob 8 Kilowatt thermischer Leistung spürbar.

Zeigt das Strommeßgerät brav einen Wert nahe der Herstellerangabe an und Euer Pool wird dennoch nicht warm, dann habe ich gute und schlechte Neuigkeiten: Die Poolheizung funktioniert wunderbar, aber Ihr habt dann entweder unrealistische Vorstellungen oder ein ungenügendes Setup. Im Extremfall kann eine gleichbleibende Temperatur sogar ein Erfolg sein!

Ok, lasst uns dass doch mal genauer anschauen.

1. Was darf man von einer Poolheizung erwarten?

Zuerst sollte man eines ganz klar verstehen: Wasser speichert sehr viel Energie. Und zwar enorm viel. Das heißt umgekehrt: Wasser lässt sich nur mit viel Energieaufwand erhitzen. Wirklich schwierig wird es natürlich, wenn wir gleichzeitig von gigantischen Mengen Wasser reden. 3.000, 10.000 oder 20.000 Liter? Das sind völlig verrückte Mengen. Zum Vergleich: 3.000 Liter entsprechen einem überschweren Geländewagen, 20.000 Liter einem leichten Panzer. Als wäre das nicht schon herausfordernd genug, kommt ein dritter Faktor hinzu: Wärme verflüchtigt sich nach und nach – sie strahlt ab. Während man also mit beispielsweise 3.000 Watt den Pool heizt, strahlen bei ungünstigen Bedingungen mehrere hundert oder mehrere Tausend Watt ab. 

Warum passiert das und wann passiert das? 

Gemäß der Thermodynamik versucht die Natur stets ein Gleichgewicht herzustellen und ein sogenanntes Equilibrium (Gleichgewicht) zu erschaffen. 

Wenn es nach der Natür geht, ist also alles komplett gleich warm beziehungsweise kalt. Der Pool steht also draußen im Garten und wir wollen, dass der Pool warm ist. Und unter warm verstehen wir im Regelfall, dass die Temperatur des Wassers höher als die durchschnittliche Umgebungstemperatur sein soll. Was also, wenn die Durchschnittstemperatur bei 16°C liegt? Dann wird das Wasser immer dann Wärme abgeben, wenn es wärmer als 16°C ist. Das ist aber nur eine grobe Näherung. Es wird noch ein klein wenig komplizierte. Aber keine Sorge: Wir haben es fast. Folgende Faktoren beeinflussen die Wärme und Wärmeabgabe im Pool:

1. Ist der Pool gedämmt?

2. Wie warm ist es tagsüber, wie warm ist es nachts über?

3. Scheint die Sonne? Wenn ja, wie stark?

4. Wie lange scheint die Sonne? 

5. Verdekcen die Wolken die Sonne über längere Zeiträume?

6. Steht der Pool teilweise oder ganz im Schatten? Wenn ja: Wie lange? Wird der Pool durch Bäume verschattet?

7. Ist der Boden sehr kalt? 

8. Regnet es und wenn ja in welcher Menge und welche Temperatur hat das Regenwasser?

9. Ist es windig? Ist der Wind besonders kalt?

Wow, 9 Faktoren und jeder einzelne macht einen Unterschied! Nur als Biespiel:

An guten Sommertagen kann die Sonne 1.000 Watt pro Quadratmeter abstrahlen.

Ist es hingegen bewölkt und sind die Tage kurz so gehen dutzende Kilowattstunden verloren. Kommt es gar zu einem Temperatursturz mit stakren Winden und kalten Regen, dann kann das schnell wieder dutzende Kilowattstunden kosten. Ich hoffe, Ihr merkt, wo das hin führt:

Wenn man im April in Deutschland bei 10,5°C Durchschnittstemperatur, langen Nächten und wenig Sonnenschein die Poolheizung betreibt, dann sind die schlechten Umgebungsbedingungen viel entscheidender als die 3 Kilowatt unserer Poolheizung. Je größer der Pool, desto unvorteilhafter das Verhältnis.

Kurz: Habt Ihr einen Pool mit 15.000 Liter und sind die Wetterbedingungen schlecht, dann kann es selbst im Mai schon ein Erfolg sein, das Wasser auf 20°C zu bringen. Bei sehr negativen Bedingungen ist mehr als ein Halten der Temperatur nicht möglich.

2. Kann man nicht doch etwas noch tun?

Ja, es bieten sich fünf Ansätze:

a)Das einfachste und billigste ist, auf besseres Wetter zu warten.

b) Sollte der Aufbauort schattig sein, so könnt Ihr euch zumindest für das folgende Jahr einen besseren Aufstellort überlegen.

c) Ist zwar absolutes Kleinvieh, aber erwähnenswert ist es: Habt Ihr weiße, hellblaue oder durchsichtige Poolschläuche, dann tauscht diese gegen schwarze Schläuche aus. Der Effekt ist gering, aber die Anschaffungskosten zahlen sich mit der Zeit dennoch durch das Mehr an eingespeister Wärme aus. Beispiel: 6 Meter Schlauch entsprechen bei 35mm Außendurchmesser ca. 0,2m². Über eine ganze Saison kann das 40-75 Kilowattstunden ausmachen. 

d) Nicht zufrieden mit a)? Na gut, wären wir selbst auch nicht. Die zweitbilligste Methode die Poolheizung zu unterstützen ist es eine möglichst dicke und dunkle Solarfolie einzusetzen. Solarfolien haben zwei tolle Eigenschaften: Sind sie sehr dunkel, dann nehmen sie ganz viel Sonnenlicht auf und wärmen zusätzlich das Wasser. Der Pool kann so viel mehr Sonnenlicht in Energie umwandeln, weil er weniger Licht wieder abstrahlt. Als wäre das nicht schon großartig genug, haben Solarfolien auch wärmedämmende Eigenschaften. Besonders 400my dicke Solarfolien sind aufgrund ihrer Luftpolster und ihrer Dicke besonders gut darin Wärme im Pool zu halten. Verluste werden vor allem Nachts über deutlich reduziert. Wenn die Solarfolie über Nacht aufliegt und man am Morgen die Hand in den Pool hält, wird man im Regelfall deutlich eine wärme Schicht an der Oberfläche spüren. Über mehrere Tage kann man hier sehr viele, meist mehrere Dutzend Kilowattstunden an Wärmeverlusten vermeiden.

Achtung: Wir verlinken auf unsere eigenen Solarfolien. Wir vertreiben diese Solarfolien und haben diese so designed, wie sie sind, weil wir die Ergebnisse lieben und wollen, dass auch Ihr maximal zufrieden seid. Es gibt günstigere Solarfolien und auch diese bringen einen Nutzen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass unsere Premium Solarfolien den besten Nutzen bringen.

Egal wleche Solarfolie Ihr nutzt: Lasst diese so lange und oft wie möglich auf dem Pool. 

c) Viel bringt viel. Wenn Euer Pool sehr groß ist oder ich auch bei schlechten Wetter 28°C im Pool haben wollt, dann müsst ihr viel Aufwand betreiben. Wir setzen die Nutzung einer Solarfolie für weitere Maßnahmen voraus. Für Aufstellbecken ist eine Außenwanddämmung nur schwer möglich. Da die Pools im Winter abgebaut werden müssen, ist der Aufwand einer Außendämmung kostentechnisch fragwürdig. Schade, denn mit guter Dämmung würde nocheinmal duetlich was gehen. Wenn Ihr eines Tages einen Pool zum Eingraben in die Erde anschaffen wollt, dann dämmt Ihn an allen Seiten. Es lohnt sich.

Für einige Pools gibt es sogenannte Cabrio Domes. Diese haben eine zusätzliche wärmedämmende Wirkung.

Verkauft Eure Poolheizung und tauscht sie gegen eine Wärmepumpe aus. Wärmepumpen mit duetlich mehr thermischer Leistung kosten zwar zwischen grob 500-1.000€, aber sie verbrauchen trotz höherer thermischer Leistung deutlich weniger als 3 Kilowatt. 

Zusätzlich könnt Ihr Euren Pool mit Solarmodulen erweitern. Diese unterstützen die Poolheizung mit zusätzlicher Wärmeleistung. Scheint die Sonne nur schwach, so ist die eingespeiste Energie gering, scheint die Sonne stark,dann kann der Untscheid erheblich sein.