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Flockungsmittel

Hier findet Ihr eine Auswahl an hilfreichen Flockungsmittel für Euren Pool. Im unten stehenden Ratgeber erklären wir Euch die Anwendung und die Unterscheide zwischen den jeweiligen Pool Flockungsmitteln. Ebenfalls findet Ihr unten im Text ein hilfreiches Video mit sehr vielen Infos zum Thema.




Flockungsmittel für den Pool: Wann braucht man sie?

Nutzt Ihr Sandfilteranlagen mit Sand oder Filterglas dann bekommt Ihr viele Schmutzpartikel gefiltert – aber leider nicht alle. Insbesondere sehr kleine  (auch kolloid genannte) Partikel rauschen durch Euer Filtermedium leider einfach hindurch und landen wieder im Wasser. Flockungsmittel verbinden Kleinstpartikel zu größeren Klumpen, welche wiederum von Eurem Sandfilter filtriert werden können.

ohne Flockungsmittel mit Flockmittel

Links: Flockungsmittel werden nicht eingesetzt. Rechts: Flockmittel kommen zum Einsatz.

 

Achtung! Flockungsmittel dürfen nicht bei Filter Bällen oder Papierkartuschen eingesetzt werden! Hierfür gibt es Klarmacher. Diese besprechen wir separat.

Warum filtert Sand oder Glas nicht alle Partikel restlos aus

Sand Nahaufnahme

Sand von Nahem: Die grobe Struktur ist deutlich erkennbar.

dem Wasser?

Sand bzw. Filterglas haben eine sogenannte Körnung. Im Poolbereich sind die einzelnen Glasteilchen bzw. Sandkörner jeweils zwischen 0,4mm bis maximal 2,0mm groß. Damit wird auch grob die Filtrierungsgenauigkeit Eures Filtermediums begrenzt. Man kann grob sagen, dass jeglicher Schmutz gefiltert wird, der mit bloßen Auge erkennbar ist, aber nicht jene Partikel, die mit dem Auge nicht mehr sichtbar sind.

➡️Wollt Ihr also auch sehr kleine Partikel aus dem Wasser gefiltert haben, dann solltet Ihr Flockungsmittel einsetzen.

Video Ratgeber

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Gegen diese Partikel helfen Flockungsmittel im Pool Wasser:

Natürlich stellt sich die Frage: Ist es denn so schlimm, wenn kleinere Partikel, die man eh nicht sieht, im Wasser schwimmen? Je nach Perspektive kann man hier verschiedentlich antworten, weswegen es hier ein „Kommt drauf an“ unsererseits gibt.

 

Das Pool Wasser ist milchig, verfärbt und trüb.

Extreme Trübung im Poolwasser: Hier helfen Flockungsmittel sehr gut weiter.

a) auch Kleinstpartikel können sichtbar sein

Auch wenn Partikel, die kleiner als 0,2mm sind prinzipiell für das Auge nicht wahrnehmbar sind, so kann die Summe solcher Partikel das Wasser durchaus merklich trüben. Mögen ein paar hundert dieser Teilchen im Pool nicht auffallen, so können hunderttausende oder zig Millionen hiervon das Wasser merklich trüber machen. Glasklares Wasser ist ohne den Einsatz von Flockungsmitteln auf Dauer nicht in jedem Fall gesichert.

 

b) Partikel gehören mittels Flockungsmittel in den Kessel – nicht in den Pool!

Was sind diese Partikel denn eigentlich genau? Hier eine (nicht vollständige) Auswahl:

  • abgestorbene Algen
  • gelöste Kalkrückstände
  • Öle
  • Staub
  • Fette
  • Phosphate
  • organische Materialien
  • Phosphate (=Algennahrung)
  • Metall-Ionen
  • Kupfer
  • Blütenpollen
  • Ruß
  • Kosmetika

Wie Euch wohl auffällt: Einige Partikel dienen Algen, Bakterien und Parasiten als Nahrung. Wird im Hochsommer ineffizient gechlort und

Bakterien setzen sich fest

Mikroorganismen und Bakterien ernähren sich von organischen Substanzen. Entzieht Ihnen die Nahrung!

das Chlor gleichzeitig an der Oberfläche durch UV Strahlen zersetzt, dann haben diese Mikroorganismen perfekte Vermehrungsbedingungen. Folge: Das Poolwasser kippt. Entzieht Algen Mineralien, Phosphate und Co, dann ist schon einmal viel getan. Auch filtert Ihr am besten Algensporen, Pilzsporen und Co mittels Flockungsmittel direkt aus dem Poolwasser, dann werden viele Algen erst gar nicht entstehen. Insgesamt könnt Ihr die oberen Wasserschichten, die immer am Gefährdetsten sind, von etwaigen Nahrungsgrundlagen und den Parasiten befreien. In den Kessel Eures Sandfilters gelangt kein UV Licht und deswegen geschieht die Desinfektion mittels Chlor dort viel effizienter als im Pool.

 

Flockungsmittel für den Pool: Die verschiedenen Varianten

Im Pool Bereich findet Ihr drei vorherrschende Varianten von Flockungsmitteln.

 

a) Flockkartuschen

Flockkartuschen geben das Flockungsmittel konstant ab und so erreicht Ihr eine zeitlich sehr gleichmäßige Flockung im Pool. Ihr könnt diese in den Skimmer oder ein einen Dosierschwimmer geben. Diverse Hersteller raten davon ab Flockkartuschen am selben Ort wie Chlor auflösen zu lassen.

Flockungsmittel in Kartuschenform

Die meisten Flockkartuschen sind in Textiltäschchen zu grob 100-150 Gramm abgepackt.

 

b) Flockmittel als Granulat

Diese Unterart erlaubt eine deutlich schnellere Abgabe des Wirkstoffes. Für akute Situationen hervorragend geeignet – für die Dauerflockung eher weniger.

Chlorgranulat Nahansicht

c) Flockungsmittel für den Pool in flüssiger Form

Bei akuten Wasserproblemen sind flüssige Flockungsmittel zu bevorzugen, da hier die Menge an Flockmittel gezielt justiert werden kann. Besonders wenn es also darum geht hohe Mengen an Flockungsmittel in kurzer Zeit im Pool einzusetzen trumpfen flüssige Flockungsmittel auf.

Bayrol Quickflock

 

d) Flockungsmittel für den Pool als Bestandteil von Multitabletten

Sehr beliebt sind Multitabletten, die Wirkstoffe wie Chlor, multitabs inkl flockungsmittelChlorstabilisator, Algenvernichter, aber auch Flockungsmittel zu einer Tablette kombinieren. Oftmals spart dies einiges an Zusammensetzungsarbeit und die Tabletten sind auch normalerweise sehr gut auf einander abgestimmt. Das ist natürlich zeitsparend und komfortabel. Einziger Nachteil: Ihr habt keinen Einfluss auf die Verhältnisse der verschiedenen Wirkstoffe untereinander.  Beachtet, dass es Multitabletten mit bzw. ohne Flockmittel gibt – wir geben das jeweils eindeutig an. Auch variiert die Zusammensetzung sonst ebenfalls: Vom Aktivchlorgehalt, über die Zugabe anderer Mittel, das Tablettengewicht  und so weiter gibt es durchaus einige unterschiedliche Darreichungsformen dieser Tabletten. Hier findet Ihr eine kleine Auswahl beispielhaft für derartige Multitabletten:

 

Oftmals lohnt es sich das Poolwasser 6-8 Stunden still stehen zu lassen und dann den Poolboden abzusaugen.

Was Ihr noch über Flockmittel wissen müsst!

Flockungsmittel lassen im Pool Wasser Klumpen entstehen. Wichtig ist, dass gewisse Eigenschaften dieser Klumpen verstanden werden. Ein Teil der Klumpen sinkt auf den Boden ab – vor allem dann, wenn das Wasser nicht zirkuliert. Ab und an empfiehlt sich also der Einsatz eines Poolsaugers.

 

⚠️Jene Klumpen, die in den Kessel gelangen, müssen dort nicht zwangsläufig dauerhaft bleiben. Fließt das Wasser zu schnell durch den Sand, so brechen einige Klumpen wieder auseinander –  und gelangen dann wieder in den Pool.

➡️Deswegen ist es sehr vorteilhaft, wenn vergleichsweise große Kessel genutzt werden. Weil in diesem Kontext die Wasserdurchflussgeschwindigkeit am Wichtigsten ist, sollte in Folge klar sein, dass nicht die reine Kesselhöhe sondern die Breite hier sehr wichtig sind.

 

sandfilter mti grossen kesseln

Ideal für den Einsatz von Flockungsmitteln: Die Steinbach Classic 310 und die Intex 26646 bieten bei je 250 Watt Platz für ca. 20kg Sand. Die Steinbach Compact 8 setzt ihren 450 Watt einen großzügigen Platz für 50kg Sand entgegen.

 

Flockungsmittel für den Pool korrekt angewandt = glasklares Wasser

Manometer Vida XL

Ein Manometer in Nullstellung.

Verwendet Ihr also Sandfilteranlage mit – in Relation zur Leistung – großen Kesseln und stimmt der pH Wert, dann steht einem perfekten und glasklaren Wasser kaum mehr etwas im Wege. Je nachdem wie der Ausgangszustand des Wassers ist, kann es durchaus sein, dass man am Manometer der Sandfilteranlage über ein bis drei Tage einen erhöhten Druck feststellen kann – dann wird es Zeit zum Rückspülen! Beachtet, dass Eure Filteranlage im Alltag lange genug laufen muss, damit auch genügend Flockpartikel in den Kessel gelangen.

 

Sollte Euer Wasser trotz optimaler Vorgehensweise einfach nicht klar werden, dann empfehlen wir unseren Ratgeber „Poolwasser ist trüb„.

 

Planet Pool Flockfix Bio klein

Von Planet Pool gibt es gar eine „Bio“ Variante.

Fazit zu Flockmitteln

In vielen Konstellationen kann auch ohne Flockungsmittel sinnvoll gearbeitet werden und zwingend notwendig sind sie nicht. Aber: Das alles geht zu Lasten von anderen Faktoren: Setzt Ihr keine Flockungsmittel ein:

-so braucht Ihr mehr Chlor

-wird das Wasser nicht komplett glasklar

-verbleiben im Poolwasser unerwünschte Nebenprodukte

-ist die Wahrscheinlichkeit von Problemen mit Bakterien, Algen, und Co erhöht.

Da Flockungsmittel sich am Boden und im Kessel ansammeln, ist hier übrigens im Vergleich zu Algenvernichtern oder Chlor nicht von einer „Chemie-Keule“ zu sprechen. Wer 101% chemiefrei sein will, der kann sich auch biologische Flockungsmittel ansehen, welche wir ebenfalls behandeln.